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3 Fragen an… 3 Schüler aus einer iPad-Klasse nach fünf Monaten Projektlaufzeit

1. Wie häufig wird das Tablet eingesetzt und wie beurteilt ihr die Einsatzzeit?

„Eigentlich wird das iPad täglich eingesetzt, wenn es einen sinnvollen Bedarf gibt, Schülerinnen und Schüler schneller gearbeitet haben, für die Hausaufgaben oder in Vertretungsstunden. Allerdings würden wir uns wünschen, wenn es noch etwas häufiger zum Einsatz kommen würde“

2. Was unterscheidet den Tablet-Unterricht vom Unterricht ohne iPad?

„Den Unterricht mit dem Tablet finden wir spannender und der Umgang mit den Geräten fällt uns durch den täglichen Einsatz und der hohen Selbstständigkeit immer leichter. Es macht sehr viel Spaß und die Motivation ist groß. Wenn das iPad zum Einsatz kommt ist es auch deutlich ruhiger im Klassenraum als sonst im Unterricht. Es kann aber auch dazu führen, dass der eine oder andere leichter abgelenkt wird, wenn er mit dem iPad etwas abschweift.“

3. Wie sollte es eurer Meinung nach weitergehen?

„Neben dem häufigeren Einsatz würden wir uns wünschen, häufiger an bestimmten Projekten zu arbeiten, bei denen wir das iPad zur Recherche verwenden können. Wir wollen den Unterricht mit den Tablets jedenfalls nicht mehr missen und möchten sie daher möglichst lange behalten. Zudem würden wir uns freuen, wenn das Projekt auch auf andere Klassen ausgeweitet wird.“

3 Fragen an… Herrn El Jerroudi, einen der Initiatoren des Projekts, als kleine Zwischenbilanz nach viereinhalb Monaten

3 Fragen an… Herrn El Jerroudi, einen der Initiatoren des Projekts, als kleine Zwischenbilanz nach viereinhalb Monaten

 1. Inwiefern bereichert das Tablet den Unterricht?

Die größte Innovation sind in meinen Augen die neuen Präsentations- und Visualisierungsformen mithilfe von Apple TV und diversen Apps. Das Präsentieren lässt sich weniger frontal und dafür deutlich kommunikativer gestalten. Darüber hinaus können die Tablets sehr einfach binnendifferenzierend eingesetzt werden und jeder arbeitet seinem individuellen Tempo entsprechend. Insgesamt habe ich festgestellt, dass die Lernbereitschaft deutlich gesteigert ist, sobald das iPad in den Unterricht integriert wird. Ich habe es bereits erlebt, dass das gleiche Arbeitsblatt in digitaler Form mit einer höheren Motivation bearbeitet wurde.

2. Welche alltäglichen Probleme treten im Zusammenhang mit den Tablets auf?

Das Hauptproblem liegt im Bereich der Wartung und des Supports. Beispielsweise wird es immer dann problematisch, wenn die iPads aktualisiert werden und sich vieles durch die Neuerungen einer aktuellen iOS-Version ändert. Darüber hinaus müssen wir Lehrer häufig von Microsoft auf Apple umdenken, was einen größeren zeitlichen Aufwand bedeutet. Alles in allem halten sich die alltäglichen Probleme aber in Grenzen.

3. Wie wird es in der nächsten Zeit mit dem Projekt weitergehen?

Momentan wird die große Evaluation vorbereitet und dann zeitnah durchgeführt. Sie soll auch als Grundlage einer Entscheidungsfindung an anderen Schulen in Monheim dienen, an denen die Tablets ebenfalls eingesetzt werden sollen. Unabhängig davon wird es voraussichtlich folgendermaßen weitergehen: in den aktuellen Fünfer-Klassen kommt es zu einer Aufstockung um eine Klasse und im nächsten Schuljahr werden die Schülerinnen und Schüler aus drei neuen fünften Klassen mit iPads ausgestattet. 

Mehr Korberfolg durch Videostudium

Basketball KorbwurfImmer, wenn im Sportunterricht eine neue Bewegung gelernt wird, versuchen wir Sportlehrer durch Fehlerkorrekturen unsere Schülerinnen und Schüler möglichst nah an die Zielform zu bringen. Mithilfe der iPads können sie die Korrekturen selbst vornehmen, vorausgesetzt, sie kennen die wichtigen Kriterien, auf die sie achten sollen. Nachdem wir diese für den Korbwurf im Basketball ausführlich besprochen hatten, legten wir los: die Wurfversuche wurden gefilmt und anschließend in der Gruppe analysiert. So wusste jeder, an welchen Stellschrauben er in der nächsten Übungsphase drehen musste und Erfolg zeichnete sich schnell ab. Einzelne Schülerinnen und Schüler brauchten weitere Tipps und Hinweise, aber durch das selbstständige Vorgehen hatte ich genügend Zeit, diese Schüler zu unterstützen.

Bald schon soll der Korbleger gelernt werden und ich plane, die iPads auch dann wieder gewinnbringend einzusetzen.

 

 

iPad im Englischunterricht

Für den Englischunterricht bietet das iPad zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, die von den Lehrkräften sorgfältig ausgewählt werden. Es wurde darauf geachtet, dass insbesondere im Anfangsunterricht eine sukzessive Einführung von Funktionen und Apps angeboten wird. Beispiele hierfür sind Grammatikübungen und –anwendungen mithilfe des Textverarbeitungsprogramms Pages, Wortschatzarbeit mit der Mindmap-App Popplet, binnendifferenzierende Grammatikübungen anhand der Grammar-App des Diesterweg-Verlages sowie Aufnahmen von Videos zur Übung und Korrektur von Aussprache.

Im weiteren Verlauf des 5. und 6. Schuljahres sollen außerdem noch weitere Apps und Funktionen eingeführt werden, wie zum Beispiel das Präsentationsprogramm Keynote zur Unterstützung kurzer mündlicher Vorträge, Internetrecherche zur Beschaffung von (zunehmend authentischen) Materialien, digitale Nachschlagewerke und Apps zur Unterstützung des Vokabellernens. Auf diese Weise werden die Schülerinnen und Schüler nach und nach an die Arbeit mit den Tablets herangeführt und der Unterricht wird durch die neuen Möglichkeiten sinnvoll ergänzt.

iPad im Musikunterricht

Musikunterricht

Rhythmus-Klatschübungen in der Klasse 5e: das iPad macht nicht nur die Notenblätter überflüssig, die Präsentation kann auch noch problemlos aufgenommen werden.

Einsatzmöglichkeiten des iPads in Biologie

Inwiefern lässt sich das iPad in den alltäglichen Biologieunterricht der Klasse 5b integrieren? Ganz einfach: Als das Thema Haustiere anstand, konnten wir die vielen Informationen sehr gut strukturieren, indem wir die Möglichkeit nutzten, Mind Maps in digitaler Form auf den iPads zu erstellen. Durch die Vernetzung mit dem Apple-TV können die Schülerinnen und Schüler dann schnell und unkompliziert ihre Ergebnisse vor der Klasse präsentieren.

Bio MindMap2

Darüber hinaus analysierten wir die Bewegungsabläufe des Hundes mittels der iPads. Die Animationen konnten nach eigenem Belieben gestoppt, wiederholt oder verlangsamt abgespielt werden, eben so, wie es den einzelnen Schülerinnen und Schülern der Klasse am besten passte. Ein großer Vorteil gegenüber einer gemeinsamen Animation im Plenum.

Die Klasse wird immer geübter im Umgang mit den Tablets. Kommt es doch zu kleinen Problemen, stehen pfiffige und hilfsbereite Mitschüler/innen stets zur Verfügung. Und sollte die Zeit in der Unterrichtsstunde doch nicht ausgereicht haben, um alle Inhalte der Unterrichtsstunde zu verstehen, besteht für alle die Möglichkeit, von zu Hause aus auf die Materialien zurückzugreifen und sie in Ruhe zu bearbeiten.

Julia Respondek

3 Fragen an… 3 Schüler aus der Klasse 5e

1. Was habt ihr gedacht, als ihr erfahren habt, dass ihr in einer Tablet-Klasse seid?

„Wir haben uns vor allen Dingen darüber gefreut, weil wir es uns vorher gewünscht hatten. Aber es war auch ein komisches Gefühl, denn wir wussten damals noch nicht, was genau auf uns zukommen wird; das Lernen mithilfe des iPads ist für uns etwas ganz Neues.“

2. Wie häufig und zu welchem Zweck wird das iPad im Unterricht eingesetzt?

„Es kommt täglich ein- bis zweimal zum Einsatz, hauptsächlich um Fotos von Arbeitsergebnissen für die Tafel zu machen und Lern-Apps zu nutzen. Am besten gefallen hat uns das interaktive Abzeichnen von Inhalten sowie die Visualisierung von Problemen an der Tafel, wodurch wir sie leicht gemeinsam besprechen konnten.“

3. Welchen Vorteil hat das iPad als zusätzliches Unterrichtsmedium?

„Ein großer Vorteil ist für uns,  dass wir weniger Schreibarbeit im Unterricht haben, wobei gleichzeitig dafür gesorgt wird, dass wir das Schreiben nicht verlernen. Die Lerninhalte können durch das iPad digital gesichert und uns geschickt werden. So können wir von zu Hause sehr bequem auf die Inhalte zugreifen und sie für die Hausaufgaben nutzen.“

Vorteile des iPad-Einsatzes für den Mathematik-Unterricht

Foto MatheDie Einführung der Tablets an unserer Schule bedeutete sowohl für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5b und 5e als auch für die unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer eine neue Herausforderung. Mit zunehmender Dauer kristallisieren sich Vorteile heraus, die ein unterrichtender Mathematiklehrer wie folgt schildert:

„Ein Vorteil liegt in einer neuen Möglichkeit der Binnendifferenzierung. Durch den Einsatz verschiedener Mathe-Apps können die Schülerinnen und Schüler im eigenen Lerntempo und mit einem eigenen Schwierigkeitsgrad individuell gefördert werden. Darüber hinaus hilft die kollaborative Baiboard-App Lernzeitverluste zu vermeiden. In das iPad eingegebene Daten und Messergebnisse der Schüler erscheinen in Echtzeit an der Tafel, sind somit für alle visualisiert und können schneller gemeinsam ausgewertet werden. Ein weiterer Vorteil, der unabhängig vom Fach ist, ist die Möglichkeit der Unterrichtsevaluation am Stundenende.  Sie wird ebenfalls in Echtzeit übertragen und sichtbar und kommt mir als Lehrer bei der Planung der nächsten Unterrichtseinheit zugute.“

Für die kurze Zeit, in der das iPad an der Schule verwendet wird, lassen sich also bereits positive Tendenzen erkennen. Man darf gespannt sein, welche weiteren Neuerungen und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten die Tablets in Zukunft bieten. 

Tablet trifft Buch

TbletBuch„Wann wurde Otto Hahn geboren? Wo stehen eigentlich die Harry-Potter-Bücher in der Bücherei? Gibt es hier auch mein Lieblingsbuch?“ Um die Schülerbücherei besser kennen zu lernen, hat die Klasse 5b eine Rallye durchgeführt. Den Fragebogen konnten die Schüler auf dem iPad aufrufen, ausfüllen und vergleichen. Das war praktisch und unkompliziert, fanden die Schüler. Die Lösung gab es dann im Anschluss auch digital  - die Lust aufs Schmökern in Papier- Büchern  wurde trotzdem geweckt.

Tablets am OHG

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