Projekt Schülerfirma – ein Jahr als Unternehmer

RiliDesingDie Macher der erfolgreichen Schülerfirma RiliDesigns

5.11.2015 Wie schon im letzten Schuljahr wurde auch in diesem wieder der Projektkurs “Schülerfirma” angeboten. Frau Montag und Frau Ritter gaben 22 Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, einmal auf der anderen Seite der Ladentheke, der Fabrik oder insgesamt des Unternehmens zu stehen und das JUNIOR Projekt legte den Grundbaustein einer guten Unternehmensführung und eines guten Unternehmens. Von der Produktidee bis hin zum Verkauf und darüber hinaus lautete die Aufgabenstellung, denn mittlerweile wissen wir, mit dem Verkauf eines Produktes ist eine Firma noch lange nicht fertig.


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Informationsveranstaltungen und Berufsmessen

Der Kooperationsvertrag, den das Otto-Hahn-Gymnasium mit der Arbeitsagentur Düsseldorf geschlossen hat, sieht Informationsveranstaltungen, vorrangig zum Ablauf möglicher Bewerbungsschritte in der Oberstufe, zu Fristen für die Bewerbung bei der Stiftung für Hochschulzulassung (ehemals zvs) oder für die Bewerbung um eine Lehrstelle, vor.

Um ein individuelles Entscheidungssystem zu verwirklichen, bietet die Arbeitsagentur Düsseldorf monatliche individuelle Beratungssprechstunden im Schulgebäude an. Nach Voranmeldung und Vorbreitung auf dieses Gespräch können Schülerinnen und Schüler gezielte Fragen zu Schulabschlüssen und Zugangsberechtigungen, Berufsfeldern oder Studiengängen besprechen. Laufbahnentscheidungen erhalten somit eine fundiertere Grundlage und stellen eine hilfreiche Ergänzung zu schulischen Beratungsgesprächen dar.

Regelmäßig nehmen Schüler der Q1 an der vocatium, eine pädagogische Bildungsmesse in Düsseldorf, teil. Unter den zahlreichen Bildungs- und Berufsmessen wurde diese als fixe Veranstaltung ausgewählt, weil sie sowohl einen breitgefächerten Überblick über diverse Ausbildungsberufe und Studienmöglichkeiten (auch im Ausland) bietet. Des Weiteren werden jedoch auch individuelle Termine bei Unternehmen, Institutionen und Hochschulen vor Ort für die Schüler vereinbart, die Informationen vermitteln , aber auch ersten Bewerbungsgesprächen gleichkommen. So können z.B. auch hier vorbereitete Bewerbungsmappen geprüft werden.

Auf weitere Bildungsmessen in der Region (z.B. stuzubi in Düsseldorf), Tage der offenen Tür (z.B. an Hochschulen in den Niederlanden oder in Velbert/Heiligenhaus) oder allgemeine Informationsveranstaltungen wird regelmäßig an einem eigenen schwarzen Brett hingewiesen. Zahlreiche Informationsbroschüren sind zudem im Oberstufensekretariat erhältlich.

Orientierung in den Fächern und im Praktikum

Als Unterrichtsprinzip ist die Berufsorientierung ein durchgängiger Aspekt aller Lernbereiche der allgemeinen Schule (siehe Curricula der einzelnen Fächer). Beispielhaft erwähnt seien hier die Fächer Politik/Sozialwissenschaften und Erdkunde, die eine explizite wirtschaftliche Ausrichtung ihrer Themeninhalte aufweisen und somit Einblicke in die Strukturen der Arbeits- und Wirtschaftswelt bieten. Projekte und Wettbewerbe wie z.B. das medienpädagogische Zeitungsprojekt ZEUS im Fach Deutsch, der „Tag für Afrika“ im Fach Erdkunde oder der Schülerwettbewerb zur politischen Bildung der gleichnamigen Bundeszentrale im Fach Politik vermitteln ebenfalls Einblicke in Arbeitswelt und/oder Arbeitstechniken. Die Schülerinnen und Schülder des OHG sind für ihre Projekte dabei bereits schon mehrfach ausgezeichnet worden.

Sowohl in Arbeitsgemeinschaften (z.B. homepage-AG, Streitschlichter, Schulgestaltung, Sprachkursen etc.) als auch vor allem in den Differenzierungskursen erhalten die Schülerinnen und Schüler eine erste Gelegenheit, eigene Stärken und Neigungen auszubauen und zu vertiefen. Das Otto-Hahn-Gymnasium ermöglicht dabei ein breitgefächertes Angebot in Form von:

Physik / Technik: technische Arbeitsprozesse planen, durchführen und überprüfen, reflektieren und bewerten

Informatik: Strukturierung von Datenmengen und grundlegende Programmierkonzepte

Erdkunde: Betrachtung der Mensch-Raumbeziehung und in komplexe Zusammenhänge zwischen natürlichen Ursachen und menschlichem Handeln

Biologie-Chemie: Handlungsorientierung durch Einübung und Vertiefung fachgemäßer Arbeitsweisen

Französisch / Italienisch: Kommunikation und  soziokulturelle Kenntnisse

Losgelöst von einzelnen Fächern wird insbesondere der methodischen Aus- und Fortbildung der Schülerinnen und Schüler ein besonderer Stellenwert zuteil. So beginnt bereits in der 5. Klasse ein durchgängiges Methodentraining, welches sich auf verschiedene Formen der Lernorganisation sowie die Einführung in die Nutzung des Computers bezieht. In der 6. Klasse werden heute gängige Arbeitsformen der Teamarbeit eingeübt. Die mediale Präsentation und Strukturierung erfolgt dann in den Mittelstufenklassen 8 und 9.

Eine erste praktische Orientierung erhalten vorrangig Schülerinnen der 8. Klassen über die freiwillige Teilnahme am jährlichen Girls’ bzw. Boys’-Day. Angebote umliegender Unternehmen, z.B. Henkel oder Bayer, werden in die entsprechenden Klassen weiterge-leitet und deren Besuch organisiert. Größere Veranstaltungen, wie der Aktionstag im Landtag NRW, werden von einer Lehrkraft begleitet. Die Eigeninitiative von Schülerinnen wird darüber hinaus ermutigt und unterstützt.

In der Sekundarstufe II haben Schülerpraktika als Praxiserfahrungen in möglichen späteren Berufen einen wichtigen Stellenwert. Sie vermitteln einen ersten Eindruck von der „Lebenswelt Beruf“ und bilden eine Brücke in den nächsten Ausbildungsabschnitt. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen Erfahrungen und Einsichten zur Rolle des arbeitenden Menschen und setzen sich mit Problemen der Berufswelt auseinander. Sie lernen die eigenen Berufswahlvorstellungen kritisch zu hinterfragen.

Für das Otto-Hahn-Gymnasium stellen über hundert Arbeitgeber in der Region regelmäßig Praktikumsplätze für das in der Jahrgangsstufe 10 bzw. 11 verpflichtende Schülerpraktikum zur Verfügung. Die Schülerpraktika werden durch Lehrkräfte betreut und mittels eines ausführlichen Praktikumsberichtes reflektiert.

Das OHG will in Zukunft verstärkt Schülerinnen und Schüler ausdrücklich auch zu Auslandspraktika ermuntern, die z.B. im  Rückgriff auf eigene Auslandserfahrungen, z.B. im Rahmen des Schüleraustauschs mit Frankreich, England oder der Türkei, gemacht wurden. Eien zumindest teilweise Übernahme zusätzlicher Kosten durch den Förderverein der Schule ist denkbar.                                      

Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Globalisierung und zusammenwachsender Märkte vor allem in Europa erscheint eine räumliche Ausweitung des Praktikums reizvoll.

Daher haben bereits seit einigen Jahren haben einige Schüler die Gelegenheit, ein einwöchiges Schülerpraktikum in Shannon (Irland) durch unser Kooperationsunternehmen UCB Pharma durchzuführen. Der Förderverein unterstützt dabei die Schülerinnen und Schüler. 

Kooperation mit außerschulischen Partnern

Dank langjähriger Kooperationsabkommen können Schüler der Jahrgangsstufe 10/11 an einem Berufsinformationstag in den Unternehmen Bayer Healthcare, UCB Pharma, WZ (Westdt. Zeitung) und Eplan teilnehmen. Dabei werden neben der Einübung korrekter Bewerbungsschreiben auch Informationen über betriebsinterne Berufe bzw. Studiengänge vermittelt. Den Schülern werden zunächst betriebswirtschaftliche Grundbegriffe und Abläufe über alltagsnahe Beispiele verständlich gemacht, sodass sie in einem zweiten Schritt in der Lage sind, betriebliche Investitionsentscheidungen nachzuvollziehen. Das Logistik-Zentrum von UCB Pharma veranschaulicht z.B. den Materialfluss vom Wareneingang bis zum Warenausgang.

Für interessierte Schüler der Oberstufe finden regelmäßig Workshops zur Vorbereitung auf Assessment Center statt. Hierbei erhalten die Schülerinnen und Schüler Tipps zu Einstellungstests und Informationen zu Techniken der Durchführung. Die Erkenntnisse werden anschließend in Rollenspielen oder Einzeldarstellungen präsentiert. Ebenso werden Stärke- und Schwächeanalysen und eine darauf basierende Berufsberatung in eintägigen workshops erarbeitet.

Unter dem Stichwort "Hochschule für Schüler" wird Schülerinnen und Schülern Gelegenheit gegeben, sich eine erste Übersicht über die Studienmöglichkeiten an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zu verschaffen, die Wahl zwischen Beruf oder Studium überhaupt zu thematisieren oder bereits getroffene Studienentscheidungen zu überprüfen. So bereitet die bereits seit einigen Jahren stattfindende Initiative „OHG goes HHU“ bietet Inforamtions- und Einführungsvorträge sowie den Besuch von Schnuppervorlesungen vor. Dabei erfahren die Schülerinnen und Schüler zudem weitere Möglichkeiten der Studienorientierung mit workshops, Eignungstests, speziell eingerichteten Fach- und Fakultätstagen oder Veranstaltungen der Sommeruniversität.

In unregelmäßigen Abständen werden Gastvorträge für Schüler, bei denen sich Dozenten, einzelne Fachbereiche oder sogar die Hochschule im Ganzen vorstellen, organisiert.                                 

Im Rahmen von Schüler-Experimentiertagen oder Schüler-Workshops werden spezifische Trainingsprozesse in die unterschiedlichen Formen des wissenschaftlichen Fragens und Denkens in Gang gesetzt, die den Schülerinnen und Schülern ausdrücklich die Möglichkeit zu selbstständig durchgeführten 'Experimenten' bieten sollen. So bestehen Kooperationen mit dem Forschungszentrum Jülich, dem Neanderlab von Bayer oder dem Software-Unternehmen Hausmann Wynen.

Die Junior Management School (jMS) in Düsseldorf-Benrath bietet Schülerinnen und Schülern des OHG in den Bereichen „Soft Skills, Wirtschaftswissenschaften, Projektmanagement und Zukunftsmanagement“ praxisorientierte Lern- und Erfahrungsmodule durch Dozenten aus der Wirtschaft/Praxis an. Den Abschluss bildet ein qualifiertes Zeugnis und die Verleihung des Titels „Junior Manager“.

Eine neuere Kooperation besteht mit der Stadtsparkasse Monheim. Hier soll vor allem über den Politikunterricht das Themenfeld Wirtschaft praxisorientiert und in Form von Wettbewerben auf mögliche spätere Berufsfelder vorbereiten sowie generell für die Schülerinnen und Schüler eine Basis im Hinblick auf wirtschaftlich handelnde Menschen darstellen. Die Stadtsparkasse Düsseldorf unterstützt zudem die Finanzierung von berufsorientierenden workshops externer Anbieter.

Berufsorientierungs- und Berufsbildungsmaßnahmen am OHG

Die Wirtschaft und Arbeitswelt haben sich in den letzten Jahren rasant verändert. Ständig entstehen neue Studiengänge und Ausbildungen. Die richtige Berufswahl wird für junge Menschen somit immer schwieriger. Persönlichkeit und ein indivduelles Profil spielen eine immer größer werdende Rolle. Der Anteil der Schulabsolventen aus allen Schulformen, die nicht wissen, welchen Beruf oder welches Studium sie ergreifen wollen, wächst.

Schule, Universität und Berufsleben haben immer noch zu wenig Berührungspunkte, was auch zu erhöhten Abbruchquoten bei Lehrstellen und bei Studiengängen führt. Eine Kooperation zwischen Schule und Arbeitswelt ist unabdingbar. Die Schulen müssen berufsweltoffen und die Wirtschaft schulweltoffen werden.

Unser Ziel ist es daher, den Jugendlichen eine gute und fundierte Begleitung bei ihrer Studien- und Berufswahl anzubieten. Dabei geht es vorrangig um die Förderung des Bewusstseins und der Selbstmotivation von Schülerinnen und Schülern für die Bedeutung ihrer beruflichen Zukunft.

Wichtige Bausteine der Berufsorientierung für Schule und Eltern sind dabei:

Beruf01

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