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Rom 2009 - Von Ruinen, rosa Schirmchen und einer Bobfahrt

„Aufgrund eines Vogelschlages verspätet sich der Flug nach Rom um eine Stunde, bitte haben Sie Verständnis!". Das Verständnis der diesjährigen Romfahrer inklusive Lehrer blieb leider aus. In Rom angekommen ereignete sich das nächste Problem: Man wollte uns nichts zu essen geben. Doch all diese Rückschläge konnten unsere gute Stimmung und Vorfreude auf die nächsten Tage nicht dämpfen. Der erste Spaziergang durch das nächtliche Rom an Trajanssäule, Forum Romanum und angestrahltem Kolossseum entlang überzeugte auch die letzten Kritiker und der Ärger über die Pannen war vergessen. Die ersten Vorträge wurden gehalten und die ersten Insider entstanden.
Die nächsten Tage erwiesen sich als anstrengend und informativ, der Spaßfaktor war trotzdem sehr groß, denn die Informationen waren immer mit Witzen und einer wunderschönen Kulisse vereint.

Der größte Teil der Gruppe war auch in der Freizeit bereit, nur mit einem Schwarz-weiß Stadtplan bewaffnet, auf eigene Faust weitere Sehenswürdigkeiten und versteckte Plätze in Rom zu erkunden.
Am ersten Tag gingen wir, natürlich voller Vorfreude, fröhlich Richtung Forum Romanum. Wir verbrachten nahezu den ganzen Tag dort. Neben lustigen Sprüchen wie „Hier ist ja alles kaputt", machten wir eine von 2 Schülern vorbereitete Rallye quer über das Forum, hörten viele Vorträge, saßen dabei manchmal im Weg (Ingoplease!) und faulenzten im Schatten der Bäume auf dem Palatin. Der Nachmittag bzw. der frühe Abend stand uns wie jeden Tag zur freien Verfügung. Nach dem Abendessen (Pizza für alle, außer Frau Auth!) gab es noch an "unserem" Brunnen einen lateinischen Rednerwettstreit, den Gaius Phallus Longus knapp vor Joris gewann.
Für Mittwoch, den dritten Tag, war ein Ausflug in die alte Hafenstadt Ostia geplant, den wir allerdings aufgrund ein paar dunkler Wolken auf den nächsten Tagen verschoben. Der Tag erwies sich dennoch als sehr heiß und sonnig, denn in Rom regnet es ja nicht (Zitat alter italienischer Pförtner im Hotel); sodass wir schon bald froh waren, einige interessante und vor allem kalte Kirchen wie San Giovanni in Laterano oder die kapitolinischen Museen besichtigen zu dürfen, in denen wir dem von 2 Schülern erstellten Audioguide lauschten. Auch dieser Tag wurde von lustigen Sprüchen wie „Wann wird das Kolosseum denn zu Ende gebaut?", Frau Gelhausens rosa Sonnenschirmchen, Wasserschlachten – passenderweise in den CaracallaThermen- sowie der häufigen Betrachtung krebsroter ManU-Fans geprägt.
Am Donnerstag starteten wir, trotz wiederum dunkler Wolken, nach Ostia. Obwohl die Hitze beinahe unerträglich war, planten wir im antiken Theater unsere eigene griechische Tragödie ("Ich bin das Schwert! Ich durchbohre dich nun!") bzw. römische Komödie. Dennoch ärgerten wir uns alle, als es zur Mittagszeit in Ostia anfing zu regnen. Einige tapfere Schüler kämpften sich durch Regenmassen und Hagel und machten einfach weiter, während sich der Rest mit einer Seniorengruppe und gefühlt 500 italienischen Grundschülern in das Cafe quetschte. Zurück in Rom erkannten wir: hier hatte es wirklich nicht geregnet. Denn in Rom regnet es ja nicht.
Dafür war der Abend umso schöner, da wir an diesem nach Trastevere fuhren, einem Studentenviertel auf der anderen Seite des Tiber. Nachdem wir uns dort in Gruppen ein schönes Restaurant suchen und speisen durften, wurden später zur Belustigung der übrigen Touristen auf dem „Marktplatz" die Theaterstücke, die in Ostia geprobt wurden, vorgespielt. Dazu bekam jeder von den Lehrerinnen ausgegeben, was das Herz begehrte (von Eis oder Ähnlichem ist die Rede).
Am Freitag ging es zum Petersdom. Um dort nicht zu lange anstehen zu müssen, gingen wir schon um 7 Uhr los.
Alle genossen den Blick von der Kuppel des Petersdomes. Ein herrlicher Ausblick über das am Morgen noch ruhende Rom. Einige nutzten diese Ruhe, um den Mangel an Schlaf aus den vorherigen Nächten auszugleichen.
Wiederum hörten wir Vorträge, denen diejenigen allerdings nicht folgen konnten, die neben Frau Gelhausen saßen. Diese fand plötzlich Interesse an den Armbändern der Schüler neben sich oder Ähnlichem. Dennoch lernten wir eine Menge über die Geschichte des Petersdoms durch die Vorträge und die dazu ausgearbeiteten Arbeitsblätter. Einige Mitschüler versuchten vergeblich, diverse Details aus dem Buch „Illuminati" auf dem Peterslatz wiederzufinden, gaben dann aber schnell auf. An der Engelsburg vorbei und durch das Gewühl von Straßenhändlern hindurch ging es noch zur Ara Pacis des Augustus. Zur Mittagszeit schlugen wir uns gemeinsam mit mehreren Vespas durch die kleinen Gässchen zur Piazza Navona, von wo aus wir bis Abends den Tag zur freien Verfügung hatten. Viele nutzten diesen zum Beispiel um Mitbringsel oder „I love Roma"- Shirts zu kaufen oder zum Besichtigen des Pantheons, was wir mit der Gruppe noch nicht gemacht hatten.
Am Abend gingen wir mit allen zur Spanischen Treppe und zum Trevibrunnen. So hatten wir am letzten Abend noch einmal etwas mit der ganzen Gruppe unternommen. Manche Touristen staunten nicht schlecht, als plötzlich 36 Lateiner auf der Spanischen Treppe anfingen, eine Bobfahrt zu simulieren. Am Trevibrunnen wünschten wir uns – wie es sich gehört – irgendwann wieder zurück zu kommen nach Rom. Den Rückweg konnten wir dann selbst wählen, um noch etwas in den Straßen und Plätzen Roms zu „chillen". Als wir alle auf unseren Zimmern waren, machten die Lehrerinnen ihre Tür zu und ließen uns den letzten Abend gemeinsam ausklingen.
Samstag morgen hieß es Kofferpacken, noch ein letztes Mal am Supermarkt vorbeischauen und der um die Ecke gelegenen Kirche Santa Pudenziana einen Besuch abstatten, die über dem ehemaligen Wohnhaus eines römischen Senators gebaut wurde und in dem angeblich Petrus lebte, als er nach Rom kam.
Anschließend hetzten wir zum Flughafen-Shuttle, den Frau Gelhausen nur knapp verpasst hätte, und flogen – diesmal auch nicht pünktlich, aber in bester Stimmung – wieder Richtung Heimat.

Für jeden von uns war es eine unvergessliche Reise aufgrund der beeindruckenden Stadt Rom, der gelungenen Organisation, dem Spaßfaktor und der tollen Gruppe. Diese Fahrt wird wohl so schnell keiner vergessen. Stimmt's, Federico?!

Originaltext von: Steffi Dähne, Vanessa Schmidt, Katrin Auth