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Was bedeutet nochmal "modulo"?

 OHG gewinnt 3. Platz beim Mathematik-Turnier

Mathewettbewerb1113Auch wenn wir fünf – Daniel Brosch (Q1), Nils Baur, Jonas Dittmann, Nils Dornbusch und Marcel Unger (alle Q2) – um unsere mathematischen Fähigkeiten wussten, so hatten wir uns ein solch überwältigendes Ergebnis kaum vorstellen können: 3. Platz aus 80 Teams und als Preis eine Reise nach Marburg sowie ins Mathematikum Gießen. -  Doch erzählen wir mal von Anfang an…

 

 

Am Morgen des 11. Oktobers standen wir mit unserem Mathematik- beziehungsweise Philosophielehrer Herrn Schalow am Langenfelder S-Bahnhof. Während wir ungeduldig auf den Zug warteten, wie auch im Zug selbst, nutzten wir noch einmal die Möglichzeit letzte Fragen zu klären („Was bedeutet nochmal ‚modulo‘?“, „Wie berechnet man denn jetzt geometrische Folgen?“, „Dürfen wir eigentlich den Taschenrechner benutzen?“…). Während wir das Vorbereitungsmaterial, das man uns im Vorfeld gereicht hatte, noch einmal eingehend studierten, wurde uns allmählich klar, dass das Aufgabenniveau weit über dem lag, was wir von unserem Mathematikunterricht in der Schule gewöhnt waren. Lediglich Daniel, der neben der Schule bereits in Köln Mathematik studiert, war mit den Aufgabentypen größtenteils vertraut. Als wir schließlich in Köln ankamen, waren wir überrascht, wie viele Teams sich letzten Endes für das Turnier angemeldet hatten. Über 80 Schülergruppen nahmen Teil – die meisten kamen aus NRW, doch es gab auch Ausnahmen wie beispielsweise die Internationale Schule Frankfurt-Rhein-Main (die aus unserer Sicht als heimlicher Favorit galt). Nach einer knappen Eröffnung durch verschiedene akademische Vertreterinnen und Vertreter sowie durch die Ministerialrätin des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfahlen, begann die erste Phase des Turniers – die „Mathematische Staffel“. Ziel: 20 Aufgaben in 60 Minuten lösen, jedoch ohne Zuhilfenahme des Taschenrechners. Devise: Nicht zu lange mit einer Aufgabe aufhalten und zu zeitaufwändige beiseite zu legen. Für jede Aufgabe bekamen wir drei Versuche die richtige Lösung zu notieren. Bei jedem Team saß jeweils ein Juror, der die Lösungen überprüfte und bei jeder korrekten Antwort Punktekarten hochhielt, woraufhin – je nach Schwierigkeitsgrad der Aufgabe – 20 oder 30 Punkte auf dem Punktekonto des entsprechenden Teams vermerkt wurden. In der Theorie waren hier maximal 500 Punkte zu holen, in der Praxis war es jedoch kaum möglich jede einzelne Aufgabe in den dafür erforderlichen drei Minuten zu bewältigen. Am Ende von Phase 1 zählte das Konto von Tisch Nummer 60 – unser Konto – respektable 210 Punkte. Dies war umso beachtlicher, da der Führende – das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bonn – gerade einmal 260 Zähler auf sein Konto verbuchen konnte.

Danach ging es erst einmal in die wohlverdiente Mittagspause, für die der Veranstalter dankenswerterweise sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Essensmarken versorgte. Unsere Mitschüler in Monheim, die wir zwischenzeitlich über die aktuellen Punktestände informiert hatten, schickten uns indes Glückwünsche, forderten uns aber zugleich auf, unseren dritten Platz nur ja zu verteidigen.

Nach der Mittagspause ging es in die zweite und zugleich letzte Phase des Turniers „Sum of US“. Diesmal waren fünf Textaufgaben in anderthalb Stunden zu lösen, die sich mit verschiedenen Sportarten befassten. Im Vorfeld wurde allen Teams nahegelegt, die Aufgaben so aufzuteilen, dass jedes der fünf Mitglieder eine Aufgabe allein bearbeitet, um die Zeit optimal auszunutzen. So übernahm ich beispielsweise eine Aufgabe zur optimalen Rennstrategie in der Formel 1. Hier musste die Gesamtzeit des Rennens in Abhängigkeit der Boxenstopps und des Reifenverschleißes ermittelt werden. Glücklicherweise war es diesmal gestattet den Taschenrechner zu Rate zu ziehen. Der Vorteil solch anwendungsbezogener Aufgaben liegt eindeutig darin, dass man das Ergebnis mit der Realität abgleichen und auf diese Weise eventuelle Rechenfehler sofort entdecken kann – ein Rennen, welches ohne Unfälle und Safety-Car-Phasen 1 Stunde, 20 Minuten dauert, erschien mir realistisch. Auch diesmal waren wieder maximal 500 Punkte zu holen – 100 Punkte pro Aufgabe. Als wir nach anderthalb Stunden unsere nicht ganz vollständigen Lösungen abgaben, waren wir eher unsicher ob wir unser gutes Ergebnis aus dem ersten Teil würden halten können.

Während die Auszählung auf Hochtouren lief, hielt ein Professor einen Kurzvortrag über die mathematischen Anwendungsmöglichkeiten in der Sportwissenschaft, dem wir jedoch nur mit halbem Ohr lauschen konnten, da wir insgeheim darüber grübelten wie viele Punkte wir wohl in Teil zwei erreicht hätten. Als dann die Ergebnisse von Platz 10 an aufsteigend bekannt gegeben wurden, herrschten große Zweifel, ob wir es überhaupt in die Top 10 geschafft hatten, auch deshalb, weil man die Leistung der anderen Teams im Vergleich zur eigenen nur schwer einschätzen konnte. Umso sensationeller war dann das schlussendliche Ergebnis: Die Christophorusschule aus Königswinter konnte, dank einer überragenden Ausbeute von 375 Punkten im zweiten Durchgang, ihr eher mittelmäßiges Ergebnis aus Teil eins ausgleichen und siegte vor allen anderen mit 555 Punkten. Dementsprechend verlor das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium aus Bonn seine Führungsposition und errang mit 540 Punkten die Silbermedaille. Wir hingegen konnten unseren dritten Platz dank insgesamt 460 erzielter Punkte verteidigen und lagen damit sogar fünf Punkte vor dem Geheimfavoriten aus Frankfurt.