Livia Trojanus

Englisch, Latein, Deutsch, Kunst

trojanus

Ich bin zwischen fünftausend Büchern aufgewachsen - Lexika, Enzyklopädien, Romane. Was nach Villa mit Bibliothek klingt, war in Wirklichkeit der dritte Stock eines Wohnblocks in Saarbrücken. So konnte ich kaum anders als eine Leidenschaft für Sprache und Literatur entwickeln.

In der Schule zeigte sich die Einseitigkeit meiner Begabung deutlicher als mir lieb war: In Mathe und Physik war ich katastrophal schlecht, und so weiß ich genau, was es heißt, in der Schule Probleme zu haben.

Sprachen gingen mir dagegen immer leicht von der Hand. Die hätte ich dann auch gleich studieren sollen, doch haben mich irregeleitete Vorstellungen von Sozialprestige und Elterngehorsam ins Jurastudium getrieben. Nach vier Jahren zur Vernunft gekommen, schrieb ich mich endlich für Sprachen ein und war glücklich, mich endlich mit etwas beschäftigen zu dürfen, das mich interessierte. Diese Erfahrung brachte mich zu dem, was zu meiner Grundüberzeugung geworden ist: Finde heraus, was du mit deinem Leben anfangen willst, und dann mach es – ohne Rücksicht auf Erwartungen, Anerkennung oder Arbeitsmarktprognosen!

Für das Lehramt entschied ich mich, weil ich gerne etwas von der Begeisterung für meine Fächer weitergeben wollte. Die Motivation dazu zog ich unter anderem von meinem früheren Deutschlehrer, der mich bis heute inspiriert. (Der Physiklehrer kann es ja nicht gewesen sein…) Außerdem macht es mir riesige Freude, Kinder und Jugendliche aufwachsen zu sehen.

Nachdem ich lebhafte Studienjahre in Hannover verbracht, in Manchester unterrichtet, in Neuseeland, dem Nahen Osten und Europa gereist und schließlich mein Referendariat in Hameln absolviert habe, hat es mich nach Köln verschlagen. Hier lebe ich nun mit meinen Zwillingen und fühle mich sehr wohl.

Am OHG schätze ich den allermeist guten Umgang zwischen SchülerInnen und LehrerInnen sowie die konstruktive Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums. Allein an die Tatsache, dass ich meiner Reiselust nur noch in wenigen Sommerwochen frönen kann, muss ich mich noch gewöhnen.

Lehrerportraits

Referendare