Birgit Montag

Erdkunde, Deutsch, Geschichte

MontagWas genau mich bewogen hat, Lehrerin zu werden, kann ich gar nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich es schon immer wollte. Später fand ich es spannend, vor allem jungen Leuten die Welt ein wenig näher zu bringen. Meiner Meinung nach ging dies am besten mit den Fächern Geschichte und Erdkunde – auch weil ich für mein Leben gern durch die Weltgeschichte reise (ich wäre gerne Weltenbummlerin geworden, aber das Gehalt ist leider zu schlecht...).
Allerdings waren nach meinem Examen die Aussichten für Lehrer lausig, deshalb blieb ich erst einmal an der Uni. Für ein Forschungsprojekt habe ich fast ein Jahr in Thailand gelebt, eine spannende Zeit. Naja, es vergingen Jahre, eh ich all die gesammelten Daten ausgewertet hatte, aber mein ursprüngliches Berufsziel Lehrerin‘ war nicht in Vergessenheit geraten - jetzt bin ich glücklicherweise am OHG gelandet.
Obwohl meine Schulzeit schon länger zurückliegt, habe ich viele gute (!) Erinnerungen daran. Ob man Schule heute mit damals vergleichen kann? Heute gibt es bessere Bücher, abwechslungsreichere Unterrichtsmethoden, andere Inhalte, aber wir lernen noch immer fürs Leben ?. Die Lehrer sind noch immer ganz individuelle Persönlichkeiten, ebenso die Schüler, die zudem beharrlich Besseres im Kopf haben als sechs Stunden oder länger in der Schule abzusitzen. Anfang der neunten Klasse hatte ich z.B. nur meinen Freund im Sinn; wir schrieben uns jeden Tag unendlich lange Liebesbriefe. Irgendwann fing gleich zu Beginn der Stunde unser Chemielehrer einen der Briefe ab und begann ihn genüßlich der Klasse laut vorzulesen ... weder der Erdboden tat sich auf noch wurde ich unsichtbar, nie waren mir 45 Minuten soooo peinlich.
Als prägende Folge lese ich heute lieber als dass ich schreibe. Ich fotografiere, koche, esse, schlafe und singe gerne, freue mich über lange Abende mit Freunden und über gute Musik und noch mehr über die Zeit, um all dies ausführlich zu tun.

 

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