Europapolitik – interessanter als gedacht?

Spannendes Gespräch mit Herbert Reul begeisterte Schüler

1.6.2015 Herbert Reul, Europapolitiker der CDU, besuchte in der zweiten Unterrichtsstunde die Sozialwissenschaftskurse der Q1. Der Abgeordnete für Deutschland stellte sich den Fragen der Schüler und erzählte über seine politische Laufbahn, seinen Arbeitsalltag und seine Vorstellungen eines besseren Europas.


 Die Schülerinnen und Schüler hörten dem Politiker aufmerksam zu und scheuten sich nicht, mit ihm zu diskutieren. Das Spektrum der Fragen, die die Schüler an Herbert Reul hatten, reichte von persönlichen Dingen bis hin zu aktuellen politischen Problemen. Welche Frage Herbert Reul aber auch gestellt wurde, er antwortete stets ausführlich und leicht verständlich, wodurch weder Langeweile noch Desinteresse aufkam.

Bei Fragen zu europafeindlichen Parteien oder der Eurokrise erklärte der Abgeordnete nicht nur seinen eigenen Standpunkt, sondern gab auch gewisse Appelle an die Schülerschaft. „Wir als Europäer müssen zusammenhalten. Ein Nationalstaat alleine kann sich heute nicht mehr im globalen Geschehen behaupten.“, meinte Reul und stellte sich damit gegen die Ansichten vieler rechtspopulistischer Gruppierungen in der EU.

Besonders interessant waren auch Herbert Reuls Schilderungen aus der Arbeit im Europaparlament: „Manchmal sitze ich zig Stunden bei einer Besprechung und denke mir, dass ich diese Zeit viel sinnvoller hätte verbringen können.“, sagte er den Schülern, „Aber es gibt auch oft Debatten, die wirklich lebendig sind, wo Meinungen aufeinandertreffen und hart diskutiert wird. Das macht mir persönlich sehr viel Spaß.“

Nach einer Stunde Gesprächszeit, in der sowohl Schülerfragen geklärt wurden als auch Reul einen Einblick in sein Leben und seine Arbeit geben konnte, bot der Abgeordnete noch an, dass das Europaparlament in Brüssel für alle Bürger der EU ein offenes Haus sei, und dass sich eine Fahrt dorthin für die Sozialwissenschaftskurse sicher lohnen würde. Die Schüler schienen jedenfalls sehr zufrieden mit der Gesprächsstunde gewesen zu sein. „Das war endlich mal ein Politiker, der Tacheles geredet hat. Das hat mir sehr gut gefallen.“, meinte ein Schüler der Q1. 

Alexandros Moutsokapas