Das Meine Skulptur & ich

Schüler der Q1 stellen das Leben als Skulptur dar

20141125 114242Skulpturen von Schüler des KG Kunst im Foyer des OHG4.12.2014  Die Figuren sollen einen Bewegungsmoment aus dem eigenen Leben wiedergeben. Mit unterschiedlichen Darstellungsweisen verarbeiten die Schüler ihre Gefühle. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten alle Schülerinnen und Schüler, sowie ihre Lehrerin Frau Brockmann stolz auf ihre ausgearbeiteten Skulpturen sein. Der Schwerpunkt Einsamkeit und Verzweiflung findet sich bestätigend in den Figuren wieder und interpretieren das Leben bzw. das Gefühl jedes einzelnen Schülers.

Frau Brockmann, wie entstand die Idee zu den Figuren?

Das Halbjahresthema ist Skulptur mit dem Schwerpunkt Einsamkeit und Verzweiflung- Was macht das Leben lebenswert? Jeder Schüler beantwortet diese Frage auf seine eigene Weise. So sollten die Schüler anfangs Figuren mit naturgetreuen Proportionen bauen.

Haben Sie diese Idee schon mit anderen Schülern verwirklicht?

Nein, noch nicht auf diese Art und Weise.

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Wie reagierten die Schüler auf die Idee?

Erst sehr ungehalten , weil es sehr schwierig ist diese Proportionen hinzubekommen. Aber nach den ersten Frustrationsmomenten haben die Schüler die Idee gerne angenommen, dass sie einen Bezug zu ihrer Figur entwickelt haben. Dann waren sie sehr eifrig dabei.

Welche Voraussetzungen bzw. Forderungen wurden gestellt?

Wichtig sind vor allem die naturgetreuen Proportionen. Als Erweiterung der Skulptur dient der Sockel. Jede Figur soll einen Bewegungsmoment zeigen, passend zu der Frage „Was macht das Leben lebenswert“. Diese Bewegung nennt man auch im Barock das transitorische Moment (der Moment, wo sozusagen die Geschichte eines ganzen Lebenslaufes ablesbar wird).

Welches Material wurde benutzt? Und warum dieses?

Die Grundidee bestand darin die Figur mit zerknülltem Papier, Draht und Gips zu bauen. Diese Variante ist günstig und jeder hat die benötigten Materialien Zuhause. Auf diese Weise wird ungebrauchtes Material wiederverwendet.

Gab es Schwierigkeiten beim Verarbeiten bzw. Modellieren?

Schwierigkeiten zeigten sich, die Proportionen halten zu können, während der Gips anfing zu trocknen.

Brauchten die Schüler viel Hilfestellungen oder Ihre Unterstützung?

Ja und Nein: Die Schüler haben sich gut untereinander geholfen. Die Problematik war allerdings die Fragestellung der Schüler, die meist nicht detailliert fragten sondern nur „Ist das gut so?“.

Entwickelten die Schüler eigene Ideen?

Ja, die Schüler haben sich frei entscheiden können und die erwähnten Vorgaben gut miteinarbeiten können. Es gibt einige Motivwiederholungen, allerdings gab es keine Zusammenarbeit zwischen diesen Schülern.

Wie beurteilen Sie das Ergebnis?

Im Gesamten bin ich sehr beeindruckt. Die Schüler zeigen schon sehr ausdrucksstarke Darstellungen durch ihre Figuren.

Sind weitere Projekte dieser Art geplant?

Da dieses Projekt ein Semesterthema ist, werden auch im folgendem Quartal meine Q1er dieses Thema als Aufgabe erhalten. Bei dem nächsten Projekt „Seife & Knete“ arbeiten die Schüler abstrakt, indem sie Gegensatzpaare mit Seife und Knete bauen.

Anna Makowka